Tom Clancys The Division Review

Buy Now

Tom Clancy's The Division

Hochpreisige Highend-Waffen

Über das Wochenende haben Mirco und ich uns ausgiebig mit den Inhalten beschäftigt, die Spieler nach dem Abschluss der Hauptquest von Tom Clancy’s The Division erwarten. Und eines der zentralen Spielelemente ist dabei eben jener Halsabschneider, der im Technik-Flügel unserer Basis ein neues Zuhause gefunden hat. Gemeinsam mit seinem Partner in der Dark Zone verkauft er Highend-Ausrüstung, also die seltensten und besten Gegenstände im Spiel. Das Angebot wechselt dabei wöchentlich, das Prinzip gleicht dem des Händlers Xur in Destiny.

Als Währung akzeptiert der Highend-Händler keine normalen Credits oder Dark-Zone-Währung, sondern ausschließlich Phoenix Credits. Diese höchst seltenen Münzen bekommen wir entweder, indem wir Elite-Bosse erledigen, tägliche Aufträge abhaken oder Missionen im ultra-knackigen Herausforderungsmodus absolvieren. Selbst dann füllt sich unser Konto aber nur im Schneckentempo.

Jeder Boss lässt gerade einmal ein bis drei Münzen fallen. Lukrativer sind da schon die täglichen Aufträge. Jeden Tag werden drei der altbekannten Story-Missionen als Tagesherausforderungen gekennzeichnet, die wir in einem vorgegebenen (allerdings nicht extra schweren) Schwierigkeitsgrad bewältigen müssen. Sonderlich kreativ ist das nicht. Als Belohnung winken 15 Phoenix Credits pro Mission.

Hart, härter, Herausforderungsmodus

Der Herausforderungsmodus lässt unsere Kasse am lautesten klingeln. Enttäuschend: Gerade mal vier der 14 Hauptmissionen dürfen wir in diesem extra schweren Modus angehen, da hatten wir doch deutlich mehr erwartet. Dabei liefern die Herausforderungen nicht mal neue Mechaniken oder andere Überraschungen, die das Spiel aufpeppen würden, etwa mit speziellen Regeln (nur mit Pistolen kämpfen) oder anderen Endgegner-Konstellationen.

Stattdessen werden die Gegner einfach nur auf Level 32 hochgesetzt (also zwei Stufen über dem Spieler-Maximallevel), mit entsprechenden Auswirkungen auf Lebenspunkte und Schaden – nicht sehr kreativ. . Dennoch haben hier nur eingespielte Teams mit hervorragender Ausrüstung überhaupt eine Chance. Der Lohn der Mühen sind 30 Phoenix Credits pro Auftrag – allerdings maximal einmal pro Woche. Wer im Kopf grob mitgerechnet hat, merkt schnell, dass Spieler selbst für eine einzige Waffe wie das MG für 206 Credits ordentlich grinden müssen.

Als alternative Loot-Beschaffungsmethode bleibt die Dark Zone. Hier warten viele Bosse und Loot-Kisten, die natürlich auch mal Highend-Items ausspucken können. Aktuell beschränkt sich das Spielerlebnis im Endgame von The Division darauf, die täglichen Aufträge zu spielen, sich einmal pro Woche an den Herausforderungsmissionen zu versuchen und sonst in der Dark Zone eine Kiste nach der anderen abzugrasen.

Dabei ist die ganze Mühe im Moment noch reiner Selbstzweck. Abseits der Herausforderungen gibt es schlicht überhaupt nichts, wofür wir den tollen Loot bräuchten. Raids oder neue High-Level-Gebiete fehlen bis dato. Erst in der Zukunft sollen neue Inhalte teilweise kostenpflichtig, aber auch kostenlos hinzugefügt werden. Bis dahin ist das Endgame ausschließlich für Spieler interessant, die voll in der Loot-Jagd aufgehen. Alle anderen dürften nach 30 bis 40 Stunden Spielzeit den Controller aus der Hand legen, was allerdings immerhin deutlich mehr Inhalt fürs Geld ist als seinerzeit beim Launch von Destiny.

Das erwartet Division-Spieler in 2016
The Division ist als MMO-Shooter darauf ausgelegt, möglichst lang zu unterhalten und stetig zu wachsen. Für das Jahr 2016 hat Ubisoft Massive eine Reihe von kostenlosen Updates sowie drei kostenpflichtige Zusatzinhalte angekündigt. Direkt am April soll der erste sogenannte Übergriff eingeführt werden – eine Endgame-Aktivität für vier Spieler. Der Clou: Dank Beutehandel-Feature können wir in der Gruppe untereinander Loot tauschen, den wir in der Übergriff-Mission gesammelt haben.

Im Mai folgen der zweite Übergriff sowie neue Features für die Dark Zone. Gerüchteweise soll es dann auch im PvP-Gebiet tägliche Events geben. Im Juni schlägt schließlich der erste DLC »Untergrund« auf. Der entführt uns in die Unterwelt von New York City und hält ein komplett neues Gebiet bereit. Ebenfalls im Sommer schieben die Entwickler mit »Überleben« den zweiten Zusatzinhalt mit einem Hordemodus hinterher. Das dritte und vorerst letzte Zusatzpaket soll Ende des Jahres veröffentlicht werden. Konkrete Informationen gibt es zwar nicht, Spekulationen zufolge dürfen sich Spieler dann aber auf den ersten Raid für bis zu acht Spieler freuen.

Good

  • teils extrem detaillierte Umgebungen
  • extrem motivierendes Upgrade- und Loot-System
  • KI-Gegner skalieren gut im Koop
  • Erkundung wird belohnt
  • 14 lange Kampagnenmissionen

Bad

  • bislang wenige Endgame-Aktivitäten
  • viel Einheitsbrei bei Figuren und Ausrüstung
  • einfallslose Endgame-Aktivitäten
  • Sicherheits-Skilltree vergleichsweise uninteressant
  • Haupthandlung ohne Höhepunkte
9

Erstaunlich

Monkey Pack - Wer hat die rausgelassen ?

Leave a Reply

Lost Password